Rebjahr

Mit dem Rebschnitt beginnt das neue Rebjahr. Dabei wird die Rebe auf ein oder zwei Triebe des Vorjahrs zurück geschnitten. Mit dem Rebschnitt wird die Menge der Trauben vorbestimmt und damit bereits die Qualität des künftigen Weins beeinflusst.

Ebenfalls anfangs Jahr wird die Rebanlage überprüft. Schief gedrückte Pfosten und Stickel werden gerichtet und zerrissene Drähte repariert. 

Nach dem schneiden und binden, wenn es etwas wärmer wird, beginnen die Reben an den Schnittstellen zu weinen, Saft tritt heraus. Ein deutliches Zeichen dafür, dass die Rebe langsam aus ihrem Winterschlaf erwacht.

Je nach Wetterlage beginnt Ende April bis Anfang Mai der Austrieb.

An den Bögen (die braunen Äste aus dem Vorjahr) wachsen neue Triebe und auch die Trauben sind bereits erkennbar.

Beim Erlesen werden überschüssige Schosse entfernt. Später folgt das Einschlaufen: Sobald die Schosse zum ersten Draht reichen, werden sie immer wieder “eingefädelt” bis sie über den obersten Draht reichen…

Rebenmulchen

Das regelmässige Spritzen der Reben verhindert oder bekämpft Pilzkrankheiten.

Blüte

Die Reb-Schosse werden oben abgenommen

Um den Traubenbeeren Licht und Luft zu verschaffen, werden in der Traubenzone die Blätter “abgezupft”. Dies passiert teils von Hand oder mit dem Auslaubegerät.

Ab Mitte August beginnt die Reifephase der Trauben.

Die Trauben erreichen etwa 100 Tage nach der Blüte die volle Reife

Schönes und trockenes Wetter wäre sehr wichtig, weil die Trauben jetzt sehr fäulnisanfällig sind.

Die Traubenernte kann als Höhepunkt in einem Rebjahr bezeichnet werden.

Beim Lese, wie die Traubenernte bei uns auch genannt wird, werden die Trauben sorgfältig kontrolliert, nur gute Qualität findet den Weg in die Standen (Keller).

Danach kehrt im Rebberg Ruhe ein. Die farbigen Blätter erfreuen die Spaziergänger noch einige Zeit. Die Säfte der Reben ziehen sich langsam in den Stock und in die Wurzeln zurück, von wo im nächsten Frühling neues Leben erwacht.